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Biography

Bandbiografie

Hi, hier der Rob und ja ich versuche hier sowas wie eine unkonventionelle Bandbiographie. Die steife Bandbio wollte ich etwas persönlicher zu gestalten und plaudere ein wenig aus dem Nähkästchen und werte die Fakten durch ein paar Anekdoten auf… falls es überhaupt irgendwen interessiert.

Der Ursprung allen Übels
Es muß irgendwann im Sommer 2001 gewesen sein, vielleicht Juni. Ich (Rob) geisterte mit meinem damals frischen Soloalbum „Popdivas Go Metal“ durch Hannover’s Szene auf der Suche nach tauglichen Bandmitglieder für ein neues Projekt. Dabei ist mir auch Him über den Weg gelaufen, der damals Sänger bei einer Crossover-Combo namens „Raw Like Fish“ war. Wir blieben in Kontakt und haben in einem ergiebigen Mailwechsel die Idee zu einem Projekt entwickelt, die all jene schlechten Ideen umsetzt für die sich andere Bands zu schade sind. Das mit dabei Grind und Schlager verstärkt zum Einsatz kamen war eine „instinktive“ Entwicklung – wo es nach musikalischer Gülle roch, da mußten wir reintrampeln. Der Bandname war schnell gefunden… es mußten Exkremente, die Standsilbe -ory, das Wort „Grind“ und ein liebliches „Fuck“ vorkommen. Warum wir dabei nicht auf „Fuckory Grindexkrement“ gekommen sind? Ich weiß es nicht.

Das erste Krachwerk „Guts Gore Grind“
Als reines Just-For-Fun-Homerecordingprojekt haben wir uns im beengten 8-qm-Zimmer an einige Schnellschuss-Aufnahmen gewagt, ganz nach dem Motto: mindestens ein Song pro Tag (unser Rekord liegt bei drei). Hauptsache die Sachen sind schnell fertig bevor es langweilig werden könnte. Das dabei selten die 1-Minuten-Marke überschritten wurde, erklärt sich von selbst. So entstanden bis zum späten Herbst 2001 ganze 30 Tracks, die im Internet ihre Kreise zogen und schnell verbreiteten. Eher zufällig formte sich aus diesen Tracks das Album „Guts Gore Grind“, welches eigentlich nie richtig veröffentlicht wurde. Ich weiß nicht mal, wo der Titel zum Album herkommt. Selbst die Tracklist variiert von Version zu Version.

Der Quasi-Bandsplit
Es muß Ende 2001 gewesen sein als wir beide kaum Zeit und wenig Lust hatten das Projekt weiterzuführen. Wir legten das Projekt für ein paar Monate ad acta. Doch nicht einmal ein halbes Jahr später konnten wir es nicht lassen und haben bei einer kurzen Recording-Session „Grindcore Out Of Hell“ aufgenommen. Man könnte sagen wir haben wieder Blut geleckt. Jedenfalls war schnell klar, dass wir noch einige musikalische Untaten und unmusikalische Taten der Welt schuldig waren.

Nebelmacht und die Entstehung des „Seuchenfriede“-Albums
Es ist kein Zufall, dass wir uns im Sommer 2002 dem Thema „Black Metal“ speziell gewidmet haben. Welcher Stil könnte geeigneter sein um binnen kürzester Zeit vollkommen belanglosen Mist zu produzieren. Ich habe mich zwei Nachmittage an den PC gesetzt und planlos vor mich hin geduldelt bis das Album instrumental im Kasten war. Und das mit dilletantischen Methoden wie einer Akustikgitarre, die nachträglich mit einem PC-Programm verzerrt wurde. Ganz zu schweigen von dem schiefen Drumcomputer, der mit Absicht Timingschwankungen aufwies. Auch die tollen Synthies wurden mit einem Yamaha-Kinderkeyboard eingespielt, zum Teil sogar mit den Füßen, um dem ganzen mehr spontanes Flair zu verleihen. Währenddessen schrieb Him unabhängig von der Musik seitenweise pseudo-bedeutungsschwangere Lyrik, die sich (wie soll es auch anders sein) den üblichen Klischee-Themen widmete. Später fügten wir lieblos die Lyrik und die Instrumentale zusammen. Wir mußten dabei einige Textpassagen weglassen, weil einige Songs zu kurz geraten waren. Die kompletten Aufnahmen wurden zuletzt nochmals durch einen Verzerrer gejagt, um auch den tiefsten Undergroung-Standards zu genügen. So enstand binnen weniger Tage und ohne viel Aufwand das Album „Seuchenfriede“.

Die Nebelmacht-Unterwanderung
Es wäre nicht halb so lustig gewesen „Seuchenfriede“ als Excrementory-Grindfucker-Album zu veröffentlichen. Unter dem Bandnamen Nebelmacht konnten wir die Sachen incognito ins Internet stellen und an die Presseschar weiterleiten. Dazu erfand Him ein paar alberne Pseudonyme und eine dazugehörige Bandbiographie. Die Reaktionen waren nicht unbedingt zahlreich, aber stets positiv bis euphorisch. Überraschenderweise gab es nicht einen einzigen Verriss, obwohl wir alles daran gesetzt haben. Sind wir beim Versuch offensichtlichen Musik-Abfall zu erstellen gescheitert und haben unfreiwillig ein „gutes Black-Metal-Album“ veröffentlicht? Oder sind einige Experten nicht in der Lage Scheiße zu erkennen, sofern sich nach Underground-Black-Metal stinkt? Welches Fazit man daraus zieht, ist euch überlassen.

Das erste „richtige“ Album
Wir haben uns schon ne zeitlang vorgenommen eine richtige CD mit gepresster Auflage und Hochglanz-Artwork rauszubringen. Und weil es sein könnte, dass wir vielleicht nur einmal so eine Albumpressung rausbringen, wollten wir die Gelegenheit nutzen und die CD bis zum Rand vollstopfen und alles mögliche ausprobieren. Das Ergebnis sind 74 Minuten musikalisches Chaos, welches wir von Herbst 2002 bis Ende 2003 unregelmässig aufgenommen haben. Anfang 2004 war’s dann soweit: „Fertigmachen, Szeneputzen“ war fertig. Mit 99 Tracks und einem wirren Stilmix aus Krach, Slapstick und skurrilen Coverversionen fand das Album schnell eine überraschend große Hörerschaft. Wir hatten zunächst die Sorge, dass wir auf dem Großteil der ersten 300er-Auflage sitzen bleiben würden – eine Angst die sich schnell verflüchtigte (genauso wie die erste Auflage selbst).

Die Ankunft des Christus
Im Sommer 2003 kriegten wir eine Anfrage von der Death-Metal-Band DFP in einem Kaff in der Nähe von Uelzen bei einem selbstorganisierten Festival zu spielen, wir sagten spontan zu und hatten fortan ein Problem: Wie soll das live funktionieren? Ein Drummer aus Fleisch und Blut mußte her und so kam es, dass wir einen unbekannten Typen aus Lemgo, der mal mit Him auf dem Wacken 2002 begegnet ist, zu einer Probe einluden. Christus, ein schlaksiger Blast-Fetischist, war von nun an festes Mitglied der Live-Taskforce.

Die Mutation zur Live-Band
Die ersten Proben als Trio mit Him am Gesang und Keyboard, Christus am Schlagzeug und mir als Gitarrist und Sänger verliefen ordentlich. Die Livepremiere auf dem DFP-Festival 2003 hingegen war mehr als chaotisch. Trotzdem oder vielleicht auch deshalb wurden wir für das DFP 2004 eingeladen. Es dauert fast ein Jahr bis zu unserem zweiten Gig. In der Zwischenzeit verstärkten wir unser Team mit einem 2ten Gitarristen: Henni. Das „Henni“ war nebenbei Saitenhexer bei der Power-Metal-Band Chateau (bei der Christus und ich für einen Gig sogar mal aushilfsweise mitspielten) und rundete pünktlich zum Sommer 2004 das Live-Quartett ab. Was noch im gleichen Jahr folgte war eine ganze Reihe von Gigs unter anderem eine kleine Tour mit den „Apokalyptischen Reitern“ sowie ein Gig auf dem Sundown Festival.

Das Bandkarusell dreht sich
Den ersten Ausstieg mußten wir dann im Sommer 2005 verzeichnen. Unser Gitarrist Henni mußte aus beruflichen Gründen das Grind-Tuch werfen. Es wurde ihm schlicht und ergreifend zuviel. Kein Wunder, schliesslich hatten unsere Liveaktivitäten seit seinem Einstieg stetig zugenommen. Für ihn sprang im Juli 2005 Rufus als Gitarrist ein und hatte bereits einen Monat nach seinem Einstieg seinen Live-Einstand auf Eisenwahn Festival. Auch 2005 brach die Kette an Livegigs nicht ab und natürlich muß man hier zum einen das Dong-Open-Air und das Party.San als Höhepunkte hervorheben. Wär hätte gedacht, dass wir mal vor so vielen Leuten unserem akustischen Abfall auskippen würden. Ich jedenfalls nicht.

Der Fleischmarsch
Wenn man soviel unterwegs mit der Band ist, trifft man zwangsläufig auf befreundete Mitmusiker. Jack Slater und die Japanischen Kampfhörspiele hatten schon hier und da unsere Wege gekreuzt. Da hatte Jaka-Schreihals-Bony den Masterplan für eine gemeinsame Clubtour quer durch Deutschland: der „Fleischmarsch“ war geboren. Es waren zwar nur 7 Gigs im November/Dezember 2005, aber die Besucherzahlen waren überraschend hoch, ganz zu schweigen vom Spass den wir Backstage hatten. 2006 wurde mit 3 Konzerten unter dem Fleischmarsch-Banner nachgelegt.

Das Bandkarusell dreht sich wieder mal
Mit dem letzten Gig des Fleischmarsches 2006 in Bonn hat auch Him seinen Ausstieg besiegelt. Was als Just-For-Fun-Projekt 2001 begann, hat sich mehr und mehr zum Vollzeit-Hobby entwickelt, weshalb auch Him immer mehr Mühe hatte den „Tourstress“ über sich ergehen zu lassen. Der Rest der Band hat sich also auf die Suche nach einem neuen Sänger gemacht und haben… wie soll’s auch anders sein… einen Bassisten gefunden. Mit dem Bassisten Pempas im Lineup, legt Rufus die Gitarre ab und übernimmt den Sänger-Posten. Viel Bewährungszeit bleibt für das neue Line-Up allerdings nicht, wenige Monate später steht vielleicht DAS Hightlight in unser Bandlaufbahn an: ein Auftritt auf dem Summer Breeze. Auch ein Highlight sind die ersten Gigs im Ausland. Die Niederlande hat uns gleich 2mal feierlich empfangen.

Ausblick 2007
Tja, nun steht eine Livepause bis Sommer 2007 an. Bis dahin arbeiten wir an einem neuen Album. Wie wird das Album? Weder gut noch schlecht, es wird ein Grindfuckers-Album, nicht mehr und nicht weniger. Was versprechen wir uns davon? Ehrlich gesagt, garnix! Wir wollen einfach nur Spass haben und mit neuen Songs wieder pünktlich zum Festivalbeginn die Bühnen entern. Ich sag euch, 2007 wird wieder ne Party und hoffentlich seid ihr auch wieder dabei. Und wenn ihr die Geduld hattet und die ganze Scheiße bis hierhin gelesen habt, dann gratuliere ich euch: ich habt gerade ne Viertelstunde mit Lesen verschwendet. Besucht lieber einen unser kommenden Gigs, das sagt mehr über uns als 1000 Worte. In dem Sinne… euer Rob.

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Rückblick 2007-2009
So, der Him ist dran.
Ja, schon skurril, wie alles so kommt… Rund drei Jahre nach dem Ende der obigen Episode I der Excrementory Grindfuckers fühle ich mich heute beflissen, die Grindfuckers-Historie um die fehlenden Kapitel zu bereichern.
Zwischen diesem und dem obigen Absatz liegen nicht nur rund 36 Monate, sondern auch 75 Grindfuckers-Konzerte, darunter Wacken, ein zweites Mal Summer Breeze, Riga, Holland, Belgien, ein zweiter Fleischmarsch und und und! Aber der Reihe nach…

„Bitte nicht vor den Gästen“
Mit vereinten Kräften wurde Ende 2006 mit den Aufnahmen zu „Bitte nicht vor den Gästen“, unserem zweiten Studioalbum, begonnen – und das unter ganz neuen Vorzeichen und ganz neuen Arbeitsbedingungen. Jetzt kam nicht mehr Him zu Rob in seine Butze und recordeten, was ihnen gerade einfiel – nein, nun entstanden gemeinsam mit der gesamten Band Ideen, beim Proben, bei den Gigs oder sonstwo, die Ideen wurden meist von Rob instrumental ausgearbeitet, dann der Band unterbreitet, verändert und schließlich mit Gesang versehen. Neben weiteren neun Gastsängern war auch ich wieder aktiv an den Aufnahmen beteiligt, was später meinen Wiedereinstieg ins feste Bandgefüge natürlich erleichterte.
Im Mai 2007 wurde „Bitte nicht vor den Gästen“ veröffentlicht, und die Reaktionen seitens Fans und Presse waren – gelinde gesagt – sehr positiv. Das Artwork wurde diesmal komplett in die Hände von Christof Kather von Grinddesign gelegt, den wir natürlich von seiner Arbeit für die Japanischen Kampfhörspiele kannten. Ergebnis war ein optisch sehr ansprechendes Digipack mit „Gäste“-Thema, das uns bis heute gut gefällt.
Mit diesem Release kamen nun auch zunehmend Anfragen aus dem Ausland, und so wurde schließlich Österreich ebenso wie das legendäre Brutal Assault in Tschechien von den Grindfuckers heimgesucht.

„Guts, Gore & Grind“ Rerelease
Im Herbst dann entschlossen wir uns, nach stetig wachsender Nachfrage die „Guts, Gore & Grind“ endlich mal als CD rauszubringen. Schließlich waren die Tracks bislang nur auf selbstgebrannten CD-Rs verteilt worden bzw. hatten zu Beginn unserer Machenschaften zum kostenlosen Download gestanden – aber ständig nachzubrennen hatten wir ja auch keine Lust mehr, und so machten wir Nägel mit Köppen: JaKa-Christof bastelte ein skurriles 50er-Jahre-Schallplatten-Artwork, während wir als Dreingabe noch etliche Tracks mit drauf packten, die wir uns bislang (zurecht?) nicht zu veröffentlichen getraut hatten. Zudem fand auf diese Weise auch eine ziemlich absurde „Unplugged“-Session, die akkustische Neu-Improvisationen der Vorgängeralben beinhaltete, ihren Weg an die Öffentlichkeit… Diese Scheibe wurde allerdings nur in kleiner Auflage und begrenzter Stückzahl aufgelegt, da wir zunächst die Nachfrage nach dem alten Zeug für begrenzt hielten.

2008
Was sich Ende 2007 bereits ankündigte, wurde im Januar 2008 dann traurige Realität: Ich wurde von den anderen vier Trotteln wieder fest in die Band eingeheiratet, fortan ging es also mit zwei Sängern zur Sache. Dieses neue Lineup bedurfte natürlich einiger Vorarbeit, eine etwas probenintensivere Phase wurde eingeläutet – aber auch eine sehr Konzert-intensive. Neben dem ersten Gig in der Schweiz wurde dann ein weiteres Highlight gefeiert: Die Gigs in Riga und Liepaja, zwei unvergessliche Höhepunkte in der bisherigen Bandgeschichte.

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